Kinderwagen, Buggy und der Kofferraum
Gedanklich dachte ich zuerst, ist doch wie Schuhe kaufen für Männer. Rein in den Laden, kurz nach der Größe geguckt, gewünschten Schuh aus dem Regal genommen, angezogen, passt und ab zur Kasse. So war meine Theorie...
Bevor ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, dachte ich, Kinderwagen haben 4 oder 3 Räder und später gibt es dann für den Nachwuchs einen Buggy. Doch nach Betreten des Fachgeschäfts sieht die Welt völlig anders aus und ich wünschte mich fix in einen Schuhladen zurück.
Ich meine jetzt nicht die Auswahl der gefühlten 275 Farbkombinationen, die einem schon den Ausdruck der Ratlosigkeit ins Gesicht treiben können.
Das ganze fängt schon viel früher an. Beim ersten Rundgang war schon klar – das wird dauern...
Die freundliche Verkäuferin trat direkt hinzu und fragte, ob sie denn helfen könne. „Wir schauen eben noch mal kurz durch“. Da war es wieder, das Wort „eben“.
Eben ist ein sehr dehnbarer Begriff :o)
Wir sind also an den Reihen von Kinderwagen vorbei und wieder zurück. Da standen sie nun, in allen möglichen Variationen. 3 Räder, 4 Räder – war ja bekannt, aber dann große Räder, kleine Räder, Doppelräder, hinzu noch lenkbare und feste Räder, mit und ohne Luft. Gefühlt stand man in der Box eines Rennstalls. Die Auswahl ist riesig, doch was ist gut bzw. was brauchen wir?
Und wie gehen die ab, wie lässt sich der Wagen zerlegen?
Der Test am ersten Wagen, der preislich recht ansprechend war. Aua, dieses Modell hatte eine Klammer, die man reindrücken musste, um das Rad zu lösen und wieder zu befestigen. Leider war es nur ein Draht und nach dem Befestigen hätte ich gleich zum Zuckertest gehen können. Der Gedanke an einen verregneten Tag, ein schreiendes Kind im Auto und dann so ein Zerlegen des Wagens führte (auch wenn man ca. 7 Liter Blut im Körper hat und man sich so recht häufig stechen kann) doch zu einem klaren Nein.
Fragen über Fragen. Die nächste Runde.... und dann die Frage nach dem Wagen selbst. Softbag oder Schale? Kombiwagen oder reiner Kinderwagen? Und wie ist die Federung und stabil muss es ja auch sein, soll ja auch lange halten und das Kind einige Zeit komfortabel begleiten.
Die Zubehörliste fest im Blick erinnerte diese eher an die Ausstattungsliste eines Mittelklassefahrzeugs. So ist man(n) wieder in seinem Element. Dann der ernüchternde Zwischenruf – „Du denkst an unseren Kofferraum?“
Da war es. Tilt – Error - ungültige Eingabe....
„Na klar“, jetzt bloß nicht zucken. Vor dem geistigen Auge zerplatzt ein Wagen nach dem anderen. „Sieh mal, der hier ist doch schön und auch klein genug, da reicht der Kofferraum allemal“
Puh, Glück gehabt, sie kann es nicht gemerkt haben, dass man doch das Auto etwas aus den Augen verloren hat.
Da stand nun das Wunderwerk der Technik. Schön hell. Sonnenschutzfaktor 50+ und leicht zu falten. Dann war es soweit, schon 30 Minuten nach „eben“ riefen wir die Verkäuferin und fragten, ob wir den denn mal in unserem Wagen einladen könnten. Der müsste ja passen. Gesagt, getan. Die Dame, selber grade guter Hoffnung, begleitete uns und wir luden den Wagen ein. Ui, da passt kein Blatt mehr rein, aber den Wagen muss man nicht zerlegen. Prima, lassen wir den gleich drin und nehmen nur den Zettel zur Zahlung mit rein.
Ach nee, da sind noch die Sensoren dran. Ok, wieder ausgepackt und rein in den Laden. Nebenbei erzählte sie uns auf der Rolltreppe, dass in ihr Fahrzeug auch nur 2 Kinderwagen passen. Der, den wir uns ausgesucht haben und ein anderes Modell. Oben angekommen – „wir schauen nur noch mal eben durch, was es sonst noch gibt“. Und da stand es zufällig in den Reihen. Das andere Modell. Hier wieder der gleiche Test, Rad ab und zerlegt und wieder zusammen. Ratz Fatz und optisch auch noch etwas schöner – also für uns.
Man kann sogar die Federung einstellen und ihn sehr schnell zum Buggy umbauen. Leider ist er doch etwas größer. *Grmpf* Aber auch schöner. Hm... Der Blick der Verkäuferin – lach – „Soll ich Sie noch mal zu Ihrem Auto begleiten?“
„Wie könnte ich so eine charmante Einladung ausschlagen“ ;o)
So sind wir wieder ins Parkhaus und haben den anderen Wagen eingeladen. Gott sei Dank, Stoßgebet zum Himmel schick – er passt.
Das war ja einfach :)
Zum Glück haben wir ja noch etwas Zeit, bis wir alles zusammenhaben müssen.
Liebe Grüße
Marc

Bevor ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, dachte ich, Kinderwagen haben 4 oder 3 Räder und später gibt es dann für den Nachwuchs einen Buggy. Doch nach Betreten des Fachgeschäfts sieht die Welt völlig anders aus und ich wünschte mich fix in einen Schuhladen zurück.
Ich meine jetzt nicht die Auswahl der gefühlten 275 Farbkombinationen, die einem schon den Ausdruck der Ratlosigkeit ins Gesicht treiben können.
Das ganze fängt schon viel früher an. Beim ersten Rundgang war schon klar – das wird dauern...
Die freundliche Verkäuferin trat direkt hinzu und fragte, ob sie denn helfen könne. „Wir schauen eben noch mal kurz durch“. Da war es wieder, das Wort „eben“.
Eben ist ein sehr dehnbarer Begriff :o)
Wir sind also an den Reihen von Kinderwagen vorbei und wieder zurück. Da standen sie nun, in allen möglichen Variationen. 3 Räder, 4 Räder – war ja bekannt, aber dann große Räder, kleine Räder, Doppelräder, hinzu noch lenkbare und feste Räder, mit und ohne Luft. Gefühlt stand man in der Box eines Rennstalls. Die Auswahl ist riesig, doch was ist gut bzw. was brauchen wir?
Und wie gehen die ab, wie lässt sich der Wagen zerlegen?
Der Test am ersten Wagen, der preislich recht ansprechend war. Aua, dieses Modell hatte eine Klammer, die man reindrücken musste, um das Rad zu lösen und wieder zu befestigen. Leider war es nur ein Draht und nach dem Befestigen hätte ich gleich zum Zuckertest gehen können. Der Gedanke an einen verregneten Tag, ein schreiendes Kind im Auto und dann so ein Zerlegen des Wagens führte (auch wenn man ca. 7 Liter Blut im Körper hat und man sich so recht häufig stechen kann) doch zu einem klaren Nein.
Fragen über Fragen. Die nächste Runde.... und dann die Frage nach dem Wagen selbst. Softbag oder Schale? Kombiwagen oder reiner Kinderwagen? Und wie ist die Federung und stabil muss es ja auch sein, soll ja auch lange halten und das Kind einige Zeit komfortabel begleiten.
Die Zubehörliste fest im Blick erinnerte diese eher an die Ausstattungsliste eines Mittelklassefahrzeugs. So ist man(n) wieder in seinem Element. Dann der ernüchternde Zwischenruf – „Du denkst an unseren Kofferraum?“
Da war es. Tilt – Error - ungültige Eingabe....
„Na klar“, jetzt bloß nicht zucken. Vor dem geistigen Auge zerplatzt ein Wagen nach dem anderen. „Sieh mal, der hier ist doch schön und auch klein genug, da reicht der Kofferraum allemal“
Puh, Glück gehabt, sie kann es nicht gemerkt haben, dass man doch das Auto etwas aus den Augen verloren hat.
Da stand nun das Wunderwerk der Technik. Schön hell. Sonnenschutzfaktor 50+ und leicht zu falten. Dann war es soweit, schon 30 Minuten nach „eben“ riefen wir die Verkäuferin und fragten, ob wir den denn mal in unserem Wagen einladen könnten. Der müsste ja passen. Gesagt, getan. Die Dame, selber grade guter Hoffnung, begleitete uns und wir luden den Wagen ein. Ui, da passt kein Blatt mehr rein, aber den Wagen muss man nicht zerlegen. Prima, lassen wir den gleich drin und nehmen nur den Zettel zur Zahlung mit rein.
Ach nee, da sind noch die Sensoren dran. Ok, wieder ausgepackt und rein in den Laden. Nebenbei erzählte sie uns auf der Rolltreppe, dass in ihr Fahrzeug auch nur 2 Kinderwagen passen. Der, den wir uns ausgesucht haben und ein anderes Modell. Oben angekommen – „wir schauen nur noch mal eben durch, was es sonst noch gibt“. Und da stand es zufällig in den Reihen. Das andere Modell. Hier wieder der gleiche Test, Rad ab und zerlegt und wieder zusammen. Ratz Fatz und optisch auch noch etwas schöner – also für uns.
Man kann sogar die Federung einstellen und ihn sehr schnell zum Buggy umbauen. Leider ist er doch etwas größer. *Grmpf* Aber auch schöner. Hm... Der Blick der Verkäuferin – lach – „Soll ich Sie noch mal zu Ihrem Auto begleiten?“
„Wie könnte ich so eine charmante Einladung ausschlagen“ ;o)
So sind wir wieder ins Parkhaus und haben den anderen Wagen eingeladen. Gott sei Dank, Stoßgebet zum Himmel schick – er passt.
Das war ja einfach :)
Zum Glück haben wir ja noch etwas Zeit, bis wir alles zusammenhaben müssen.
Liebe Grüße
Marc

Der Artikel wurde am 10.12.2008 von Marc veröffentlicht.