Du kommst hier nicht rein
Dieser Satz ist den meisten Lesern aus der Werbung mit Kaya Yanar noch im Gedächtnis geblieben.
Da nun der Sommer auch in unseren Breitengraden eingezogen ist, bekam er für mich eine immer dringender werdende Bedeutung.
Der letzte Winter war nicht geprägt von einer langen Frostzeit - somit konnte man für diesen Sommer schon mit einer Invasion von Mücken und anderem Getier rechnen. In den letzten Tagen konnte man hier ein stetiges Zunehmen der Populationen beobachten.
Zum Schutz unserer Kleinen haben wir uns schon vor drei Monaten eine Fliegengittertür für die Balkontür besorgt. Die Türen werden mittlerweile von verschiedenen Herstellen in mehreren Ausführungen und Größen angeboten. Selbstschließend, Standard, Comfort, Stecksysteme und weitere Schlagworte sind dort den Angeboten zu entnehmen. Wir haben uns nach langer Überlegung für die Alu Fliegengittertür von der Firma Tesa entschieden.
Der Kauf ist eine Sache, der Einbau hingegen immer eine ganz andere Geschichte. Auch wenn der Hersteller eine recht einfache Montage verspricht, so kenne ich ja mein Glück und seit dem Aufbau des Gerätehauses auf dem Campingplatz, bin ich bei solchen Anpreisungen sehr skeptisch geworden.
So habe ich die Montage über Monate vor mich hergeschoben und jedes Mal mit neuen guten Gründen vertagt. Zuletzt ist mir aufgefallen, dass ich keine 2 und 2,5 und 3 mm Stahlbohrer hier hatte. Aber auch die waren schnell besorgt. Baumärkte gibt es nun ja auch an jeder Ecke - so zog diese Ausrede auch nicht wirklich.
Da schwebte es also noch über meinem Kopf – mein persönliches Damoklesschwert namens Fliegengittertür.
Nun sollte also der Tag gekommen sein. Angespornt durch den süßen Blick meiner Tochter und der Vorstellung, dass das Getier sie stechen könnte, wo ich es doch hätte verhindern können, schnappte ich mir den Zollstock, die neuen Bohrer ;), Akkuschrauber, eine Eisensäge, Schraubendreher und Hammer und zog in den Kampf.
Die erste Verwunderung erfolge schon nach wenigen Minuten. Zuerst wird der Türrahmen vermessen und die Werte notiert. Man muss schließlich die Seiten passend zurechtsägen. Die Tür ist geeignet für eine maximale Größe von 2,20m. Unsere misst 2,182 – sollte also kein Problem sein.
So wollte ich zuerst die senkrechten Streben zurechtstutzen. Die angegebene Formel lautete: (Komplette Höhe minus 28mm )*,5.
Also rechnete ich leise vor mich hin. 218,2cm minus 2,8cm = 215,4cm *0,5 sind 107,7cm. Ich nahm meinen Zollstock, legte ihn an und hätte im leeren Raum sägen müssen, da die Einzelstangen nur 106,1 cm lang waren. Grmpf. Laut Angaben soll die Tür doch bis 220 cm reichen.
Ich habe die Leisten dann nicht zersägt und ich kann nun sagen, dass es durch die zusätzlichen Eck- und Steckverbindungen auch tatsächlich passt, aber dennoch war die Verwunderung erst mal da und ich wusste, warum ich diesen Moment so lange hinausgezögert hatte.
Aber nun stand ich ja sozusagen mittendrin und ein Zurück gab es dann auch nicht. Wie sieht das denn aus – also volle Flucht nach vorn. Als Mann / Heimwerker kann man dabei nur verlieren :D.
Die Querstreben und das untere Blech ließen sich gut sägen und mit etwas Krafteinsatz bzw. vorsichtigem und sanftmütigen Zureden mit Hilfe des Hammers funktionierte der weitere Zusammenbau auch recht reibungslos.
Man sollte sich dabei nur nicht stressen, damit das am Ende auch alles übereinander passt und eine Decke unter die zusammengesetzten Strebe legen, damit der Lack nicht zerkratzt. Nachdem die Steckverbindungen zusammengesetzt wurden, wird das Blech aufgeschraubt und die Halterungen für die Tür und der Schließer angebracht.
Zu diesem Zeitpunkt hat dann auch der ungeübte Hobbybastler ein Gespür für das Material entwickelt und es geht mehr oder weniger zügig weiter.
Dann wird das Fliegengitter aufgelegt und ringsrum mit einer Art Dichtung in den dafür vorgesehenen Schlitzen befestigt. Das überstehende Material wird mit einem Cutter einfach gekappt. Zu guter letzt werden die Tür und die Magneten noch am Türrahmen befestigt und die Tür eingehangen.
Nun habe ich den Punkt Fliegengittertür von meiner ToDo Liste streichen können und bin heilfroh, dass die Biester nun draußen bleiben – zumindest im Wohnzimmer.
Auch wenn es letztendlich doch alles geklappt hat – so wird die Montage von Fliegengittertüren nicht zu meinem Hobby werden ;o)
Liebe Grüße
Marc

Tesa

Da nun der Sommer auch in unseren Breitengraden eingezogen ist, bekam er für mich eine immer dringender werdende Bedeutung.
Der letzte Winter war nicht geprägt von einer langen Frostzeit - somit konnte man für diesen Sommer schon mit einer Invasion von Mücken und anderem Getier rechnen. In den letzten Tagen konnte man hier ein stetiges Zunehmen der Populationen beobachten.
Zum Schutz unserer Kleinen haben wir uns schon vor drei Monaten eine Fliegengittertür für die Balkontür besorgt. Die Türen werden mittlerweile von verschiedenen Herstellen in mehreren Ausführungen und Größen angeboten. Selbstschließend, Standard, Comfort, Stecksysteme und weitere Schlagworte sind dort den Angeboten zu entnehmen. Wir haben uns nach langer Überlegung für die Alu Fliegengittertür von der Firma Tesa entschieden.
Der Kauf ist eine Sache, der Einbau hingegen immer eine ganz andere Geschichte. Auch wenn der Hersteller eine recht einfache Montage verspricht, so kenne ich ja mein Glück und seit dem Aufbau des Gerätehauses auf dem Campingplatz, bin ich bei solchen Anpreisungen sehr skeptisch geworden.
So habe ich die Montage über Monate vor mich hergeschoben und jedes Mal mit neuen guten Gründen vertagt. Zuletzt ist mir aufgefallen, dass ich keine 2 und 2,5 und 3 mm Stahlbohrer hier hatte. Aber auch die waren schnell besorgt. Baumärkte gibt es nun ja auch an jeder Ecke - so zog diese Ausrede auch nicht wirklich.
Da schwebte es also noch über meinem Kopf – mein persönliches Damoklesschwert namens Fliegengittertür.
Nun sollte also der Tag gekommen sein. Angespornt durch den süßen Blick meiner Tochter und der Vorstellung, dass das Getier sie stechen könnte, wo ich es doch hätte verhindern können, schnappte ich mir den Zollstock, die neuen Bohrer ;), Akkuschrauber, eine Eisensäge, Schraubendreher und Hammer und zog in den Kampf.
Die erste Verwunderung erfolge schon nach wenigen Minuten. Zuerst wird der Türrahmen vermessen und die Werte notiert. Man muss schließlich die Seiten passend zurechtsägen. Die Tür ist geeignet für eine maximale Größe von 2,20m. Unsere misst 2,182 – sollte also kein Problem sein.
So wollte ich zuerst die senkrechten Streben zurechtstutzen. Die angegebene Formel lautete: (Komplette Höhe minus 28mm )*,5.
Also rechnete ich leise vor mich hin. 218,2cm minus 2,8cm = 215,4cm *0,5 sind 107,7cm. Ich nahm meinen Zollstock, legte ihn an und hätte im leeren Raum sägen müssen, da die Einzelstangen nur 106,1 cm lang waren. Grmpf. Laut Angaben soll die Tür doch bis 220 cm reichen.
Ich habe die Leisten dann nicht zersägt und ich kann nun sagen, dass es durch die zusätzlichen Eck- und Steckverbindungen auch tatsächlich passt, aber dennoch war die Verwunderung erst mal da und ich wusste, warum ich diesen Moment so lange hinausgezögert hatte.
Aber nun stand ich ja sozusagen mittendrin und ein Zurück gab es dann auch nicht. Wie sieht das denn aus – also volle Flucht nach vorn. Als Mann / Heimwerker kann man dabei nur verlieren :D.
Die Querstreben und das untere Blech ließen sich gut sägen und mit etwas Krafteinsatz bzw. vorsichtigem und sanftmütigen Zureden mit Hilfe des Hammers funktionierte der weitere Zusammenbau auch recht reibungslos.
Man sollte sich dabei nur nicht stressen, damit das am Ende auch alles übereinander passt und eine Decke unter die zusammengesetzten Strebe legen, damit der Lack nicht zerkratzt. Nachdem die Steckverbindungen zusammengesetzt wurden, wird das Blech aufgeschraubt und die Halterungen für die Tür und der Schließer angebracht.
Zu diesem Zeitpunkt hat dann auch der ungeübte Hobbybastler ein Gespür für das Material entwickelt und es geht mehr oder weniger zügig weiter.
Dann wird das Fliegengitter aufgelegt und ringsrum mit einer Art Dichtung in den dafür vorgesehenen Schlitzen befestigt. Das überstehende Material wird mit einem Cutter einfach gekappt. Zu guter letzt werden die Tür und die Magneten noch am Türrahmen befestigt und die Tür eingehangen.
Nun habe ich den Punkt Fliegengittertür von meiner ToDo Liste streichen können und bin heilfroh, dass die Biester nun draußen bleiben – zumindest im Wohnzimmer.
Auch wenn es letztendlich doch alles geklappt hat – so wird die Montage von Fliegengittertüren nicht zu meinem Hobby werden ;o)
Liebe Grüße
Marc

Tesa

Der Artikel wurde am 04.07.2009 von Marc veröffentlicht.